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Traber zum Freizeitpferd ausbilden - brauche einen Plan

Dieses Thema im Forum "Training / Bodenarbeit" wurde erstellt von Georger, 29. Mai 2017.

  1. Georger
    Offline

    Georger Georger

    Hallo,

    ich bin seit 4 Wochen stolze Traberbesitzerin und sehr glücklich mit meinem Kim.

    Ich bin mir nur nicht so ganz sicher, wie ich ihn zu einem für mich optimalen Freizeitpferd umschule.

    Er ist 8 Jahre alt und ca. 5-6 Jahre erfolgreich Trabrennen mit Sulky oder Reiter gegangen.

    Er ist super lieb im Umgang und ein totaler Schmuser. Er arbeitet gerne mit und lernt sehr schnell. Er ist gerne für sich und möchte von den anderen Pferden in Ruhe gelassen werden.
    Er ist in einem tollen Stall, wo er den Sommer komplett draußen ist, mit 20 anderen Pferden und er fühlt sich dort total wohl. Er kommt inzwischen auf mich zu, wenn ich ihn rufe und von der Wiese holen will.

    Ich hatte bereits 2 Vollblüter nacheinander in meinem Leben (die haben mich insgesamt 25 Jahre begleitet) und ich habe gute 40 Jahre Pferdeerfahrung.

    Mein Ziel mit Kim ist, ein normales Freizeitpferd aus ihm zu machen, mit dem ich auch alleine in allen Gangarten problemlos im Gelände reiten kann.

    Bisher habe ich gemacht:
    Spaziergänge
    Bodentraining neben mir herlaufen (ohne Strick) auf dem Platz und auf Kommando anhalten
    Durch Dualgassen hinter mir herlaufen mit Richtungswechseln
    Versuch des Longierens - geht gar nicht, kann sich noch nicht in der Biegung balancieren und versucht sich durch losrennen zu entziehen
    Im Round-Pen am Kappzaum auf Kommando den „Kopf runter“ zu halten und so vorwärts abwärts Schritt gehen, nach den ersten Malen auch gesattelt
    Im Schritt auf dem Platz reiten auf dem Hufschlag bleiben und dabei „Kopf runter“
    Im Trab auf dem Platz auf dem Hufschlag bleiben und dabei „Kopf runter“ – er kann linke Hand langsam traben nur ohne Kopf runter und rechte Hand versucht er sich durch rennen zu entziehen
    Mit Begleitung eines Fußgängers ins Gelände im Schritt reiten geht inzwischen mit Kopf runter, Zügel angelehnt – langsamer Trab geht auch, aber da geht der Kopf wieder sehr hoch
    Anhalten im Gelände geht mittlerweile prima
    Alleine, ohne Begleitung die bekannten Wege im Gelände reiten, geht genau wie mit Begleitung, nur etwas schneller, wegen leichter Unsicherheit
    Mit Fußgängerbegleitung durch Wald ohne Wege (nur am Rand – 10 m vom Weg entfernt, aber halt unwegsam) geht, nur minimal unsicher (wer sich jetzt wundert, warum ich so was trainiere – hier bei uns enden oft Wege mal im Nirvana und dann muss man sich schon mal durchs Unterholz zur einem Weg durchkämpfen…)


    Nun habe ich zwar schön angefangen, weiß aber nicht, wie ich jetzt weiter vorgehen soll…:?:
    Ich möchte einfach, dass er vorwärts abwärts geht in Schritt und Trab (auch im Gelände), so dass ich ihn dann auch an den Zügel reiten kann.

    Irgendwie fehlt mir „der konkrete Plan“ um mein Ziel zu erreichen.

    Kann mir jemand helfen, welche Schritte wir als nächstes erarbeiten sollten, also wie ich am Besten weiter voran gehe?
    Den Galopp stelle ich erst mal ganz hinten an, so in einem Jahr vielleicht:DD .

    Für Eure Tipps zu einem Leitfaden wäre ich echt dankbar.

    Liebe Grüße


    Georger mit Kim
     
  2. Farbklecks2016
    Offline

    Farbklecks2016 Amateur

    Hallo Georger,

    herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Pferd :)

    Ich persönlich denke, dass du schon auf einem guten Weg bist. Was das Longieren angeht, das ist sicherlich furchtbar schwer für ihn. Achte auch darauf, dass du ihn nicht zu viel "im Kreis laufen lässt", longieren KANN ordentlich auf die Gelenke gehen, wenn man es übertreibt oder auch falsch handhabt. Für die Logelassenheit würde ich viel Stangenarbeit machen. Vielleicht findest du ja auch einen netten Trainer bzw. eine nette Trainerin, die dir beispielsweise alle 14 Tage neue Anreize geben kann und mit der oder dem du gemeinsam diese Etappenziele erreichst. Ich denke, bei jedem schleichen sich hier und da mal Fehler ein, ich bin daher immer für das "4-Augen-Prinzip".

    Ich würde zu deinem gesamten Vorhaben eigentlich nur eines sagen wollen: Gib dir und ihm einfach Zeit. Erwarte nicht zu viel, hab Verständnis und stecke dir kleine, realistische Ziele - so würde ich es immer machen und daher ist das auch der einzige Rat, den ich habe. Viel Freude weiterhin!
     
  3. Georger
    Offline

    Georger Georger

    Hallo nochmals,

    tja, das mit dem Trainer kann ich hier getrost vergessen, da in unserer Gegend keiner ist, der Ahnung von Trabern hat und alle sogenannten Reitlehrer hier die ich kenne (und das sind im Prinzip alle, da ich die letzten 13 Jahre ein ziemliches Problempferd hatte und mir keiner helfen konnte) sind meiner Meinung nach schon bei "normalen" Pferden unfähig zu helfen:roll:. Da habe ich deutlich mehr Ahnung...

    Geduldig bin ich sowieso, sonst hätte ich mir keinen Traber angeschafft. Kleine Ziele mit viel Verständniss machen wir ja bereits und er ist auch sehr gelehrig und arbeitet gerne mit.

    Mit Stangen werde ich dann mal anfangen. Mir ist nur der Übergang von der Arbeit am Boden zu der Arbeit vom Sattel aus nicht so nachvollziehbar. Das was wir am Boden machen, kann er vom Sattel aus nicht umsetzen, na ja vielleicht wenn wir es bis zum Abwinken gemacht haben, mal sehen:smile:.

    LG
     
  4. aimeeliese
    Offline

    aimeeliese ...außer Konkurrenz Moderator

    Im Grunde hast du schon ganz gut angefangen - du musst bedenken der kennt nur : vorm Sulky rennen. Langsam steht bei den Traberleuten wenig auf dem Plan ...

    Mach das weiter, was du jetzt angefangen hast - und geh in kleinen Schritten weiter. Und immer mit etwas aufhören, was er kennt und gut kann.
    Im Grunde ist er als Reitpferd ein Neuling vergleichbar mit einem Pferd was angeritten wird.

    Zum longieren: sowas kennt er nicht als Traber. Fang mit einer 2. Person an, die ihm begleitet und führt, damit er erst mal versteht, was das eigentlich soll.

    Um zum Trainer/Trainerin: Es ist sicher nicht leicht, jemanden zu finden, und es sollte auch kein Verfechter von strengem an den Zügel reiten (oder sollte ich sagen ziehen?) sein. Mit jemanden der mit relativ losem Zügel arbeitet bist du da sicherlich besser bedient.
     
  5. henryjoecotton
    Offline

    henryjoecotton ...außer Konkurrenz Moderator

    ich hab das thema mal zu "bodenarbeit und training" verschoben. hier bitte nicht mehr antworten.
     
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