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Stallwechsel

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Retsina0804, 20. Oktober 2014.

  1. Retsina0804
    Offline

    Retsina0804 Hobbyreiter

    Hallo:)
    Wie ihr vielleicht schon durch meine Vorstellung wisst, ziehe ich in einer Woche mit meiner Stute in einen neuen Stall. Ich war vorher in einem Stall, indem ich sie auch gekauft habe.Der Stall war ein kleiner Dressurstall der leider nur über Sand paddocks und nicht über Weiden verfügte. Außerdem ging es dort oft hauptsächlich um den Erfolg bei Tunieren und nicht um das Pferd selbst.
    In dem neuen Stall gibt es große koppeln wo sie zusammen in einer Herde steht, die Anlage ist wünderschön und sehr gepflegt. Außerdem verfügen sie dort auch über einen großen Springplatz, da Retsina sehr gerne und hoch springt, finde ich das auch sehr gut. Die Boxen sind groß, hell und sehr ordentlich gemistet, was in meinem alten Stall leider nicht immer der Fall war. Da dort auch 14 bis 16 Jährige Mädchen ein eigenes Pferd stehn haben ( was es im vorigen Stall auch nicht so gab) ist die Sache perfekt.
    Doch nun bin ich sehr aufgeregt. Seid ihr schon mal mit eurem Pferd umgezogen? Was war der Grund und was habt ihr alles beachtet? Was habt ihr in der ersten Woche mit eurem Pferd gemacht ? Soll ich sie gleich auf die Koppel stellen ? Gewöhnnen sich die Tiere schnell an den neuen Stall ? Ich möchte nämlich das es ihr mit der Sache so gut wie möglich geht.Und wie finde ich selber schnell Anschluss ?
    Soll ich meinem alten Stallbesitzern ein Abschiedsgeschenk geben und wie verabschiede ich mich von den ehemaligen Stallkolegen ? ( Sie wissen bis jetzt noch nicht das ich gehe, da ich nicht den jetzigen Stall schlecht machen wollte und mich immer wieder rechtfertigen wollte. Ich bin sowieso nicht so eng mit den jetzigen Stallkolegen, meine frühere Freundin ist leider schon seit einem halben Jahr weggezogen)
    Tut mir leid das ich so viele Fragen habe aber ich freue mich sehr auf eure Berichte und Antworten
     
  2. Veri
    Offline

    Veri Reitgott

    Mit meiner ehem. Reitbeteiligung bin ich insgesamt 4 mal umgezogen.
    Es war jedes Mal kein Problem, die beiden (meiner RB und seine beste Freundin, beide gehörten der gleichen Besitzerin) haben die Stallwechsel super weggesteckt, aufgeregt waren sie eigentlich gar nicht.
    Sie durften dann auch sofort auf die Koppel und nach 2-3 Eingewöhnungstagen bin ich dann auch wieder geritten.
    Ich denke, das muss man individuell aufs Pferd abstimmen.
    Du wirst merken, ob den Pferd sehr nervös ist, sobald sie im neuen Stall ankommt oder nicht. Dann würde ich die weitere Vorgehensweise bestimmen.
    Koppel finde ich immer nicht verkehrt, da die Pferde, wenn sie sowieso schon sehr aufgeregt sind, in den Boxen noch nervöser werden. Erfahrungsgemäß kommen sie schneller wieder zur Ruhe wenn sie sich frei bewegen können und auch einen größeren Überblick über die Anlage, die anderen Pferde etc haben.
    Als meine jetzige RB bei uns im Stall ankam, kam sie sofort zu den anderen (Offenstall) und hatte auch gar keine Probleme mit der Eingewöhnung. Sie war es sowieso gewohnt, auf Turniere zu fahren, also war sie absolut nicht nervös.
    Bereits 2 Tage später bin ich, das mir und ihren jetzigen Besitzern unbekannte Pferd, geritten und es gab keine Probleme.
     
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  3. Indira
    Offline

    Indira ...außer Konkurrenz Moderator

    Hallo,

    ich habe mit meiner Stute damals nur zwei "richtige" Stallwechsel vollzogen... einmal als ich sie als Absetzer zu mir in die Nähe holte (was sehr aufregend war für das kleine Mädchen) und einmal im letzten Jahr, was - wider Erwarten - überhaupt kein Thema war. Sie hat sofort auf dem Integrationspaddock gefressen und war total entspannt... das lag vielleicht auch daran, dass wir uns seit ihrer Geburt kannten und sie wusste, dass ihr nichts passiert, wenn ich dabei bin... leider durfte sie dort nur zwei Monate bleiben, bis sie starb...

    die anderen "Stallwechsel" waren immer mit der kompletten Herde, was einiges leichter machte...

    ansonsten würde ich es vom Pferd abhängig machen... wenn sich die Haltungsbedingungen für das Pferd verbessern, sie Hör-, Sicht- und Riechkontakt (am besten auf einer Weide oder einem Paddock neben der Herde) und Heu ad libitum hat, fällt es ihnen meist leichter.

    die ersten 1-2 Tage würde ich sie vermutlich erst mal in Ruhe lassen, dann würde ich anfangen ihr den Hof zu zeigen und dann siehst Du ja, ob sie sehr nervös ist. Wenn nicht, kannst Du sie sicherlich nach einigen Tagen auch schonmal kurz reiten oder vom Boden aus arbeiten...

    Viel Erfolg beim Umzug!
     
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  4. Retsina0804
    Offline

    Retsina0804 Hobbyreiter

    Danke :)
     
  5. zauselsilke
    Offline

    zauselsilke Ponyzähmer

    Mein Wallach ist auch schon einige Male umgezogen. Mal mit Kumpel, mal ohne.
    Ich habe mir angewöhnt frühzeitig vor solchen Änderungen mit der Gabe von Bachblüten (Rescue-Mischung - Globuli oder Tropfen) zu beginnen. Das erleichtert meiner Ansicht nach sehr die Umstellung.
    Nach dem Umzug halte ich es meistens wie Veri: erstmal hat mein Pferd 2 - 3 Tage Ruhe um sich alles anschauen und sich in die Herde einfinden zu können.

    Gerade aktuell steht in meinem Stall ja wieder ein Pferdewechsel an - meine beiden bleiben, aber vor kurzem ging ein Pony und kommenden Sonntag geht die andere Stute. Dafür kommen dann am darauffolgenden Samstag die beiden neuen Kumpels.
    Meine Zwei bekommen schon seit vor dem Auszug des Ponys ihre Rescue-Globuli und die werden sie wohl auch noch bis Mitte November bekommen.
    Bislang ist daher alles gut bei ihnen. Klar, sie haben natürlich auch sich.

    Aber wie Indira schon sagte, das muß sich alles nach dem Pferd und der Situation richten. Aber ich denke mind. 2 Tage Ruhe vor der Arbeit mit dem Menschen ist in so einer Situation schon gut. Letztlich ist es wichtig, daß das Pferd Anschluß an die neue Herde findet. Und wenn ich es da dann auch noch zeitgleich mit allem möglichen anderen Neuen konfrontiere wird es sicher bald überfordert sein.
    Und wie auch schon gesagt wurde: je nach Einschätzung seines Pferdes geht man dann erstmal nur auf dem Hof spazieren oder dreht auch schonmal eine kleine Runde um den Hof.
    Und dann geht man langsam wieder zur Tagesordnung über.
    Ich glaube, wichtig für die Pferde ist einfach, daß sie wissen: mein Mensch ist auch mit umgezogen. Ich bin nicht weggegeben worden. Ich habe nur ein neues Zuhause.
    Das habe ich nach dem Umzug meiner zwei im Februar gemerkt: die ersten 2 Tage hingen die an mir wie Kletten. Am 3. Tag wußten sie: Frauchen kommt immer wieder. Alles ist gut.
     
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  6. Fortuna86
    Offline

    Fortuna86 ...außer Konkurrenz

    Ich bin bereits mehrmals mit meinem Pferd umgezogen.
    Dies aus den verschiedensten Gründen.
    Aktuell ziehe ich nach 3,5 Jahren auch wieder um.

    Meiner Erfahrung nach ist ein Umzug von Pferd zu Pferd unterschiedlich.
    Jedem Pferd sollte die Zeit gegeben werden sich auf die neue Umgebung einzustellen.
    Am verhalten deines Pferdes kannst du dich orientieren.
    Wenn er stresst, solltest du ihm Zeit geben und ihn in ganz, ganz kleinen Schritten gewöhnen.
    Wenn er völlig lässig ist, dann kannst du ihn am nächsten Tag ruhig reiten/longieren. (Wieso auch nicht?! )
    Ich denke je mehr Routine rein kommt, desto besser gewöhnt sich ein Pferd ein.

    Umzüge sind eigentlich selten so furchtbar stressig/"schlimm" wie man denkt.
    In der Regel geht alles ganz leicht von der Bühne.
     
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  7. henryjoecotton
    Offline

    henryjoecotton ...außer Konkurrenz Moderator

    ich kenn umzüge insofern nur, dass ich ein neues pferd zu uns bekam. ich bin immer am nächsten tag gleich in den wald und hab einen kurzen ritt gemacht. das war sowohl bei meiner ersten stute als auch bei donna kein problem (h.j. und chica zählen nicht. h.j. war erst 7 monate und chica ist ja bei uns geboren). ich würde es auch vom pferd und seinem verhalten abhängig machen. allerdings denke ich, dass sich turnierpferde auch oft an unterschiedliche ställe und umgebungen gewöhnen müssen und das auch verkraften. oder wenn man ein pferd zur ausbildung weggibt wird in der regel auch gleich mit der arbeit angefangen.

    ein pferd in eine herde zu integrieren ist immer so eine sache. mir hat es gut gefallen, wie es bei chica gegangen ist als ich sie verkauft habe. sie sollte in eine herde mit 8-9 pferden kommen. zuerst wurde sie mit nur einem pferd dieser herde auf eine weide gestellt. das war kein problem. am nächsten tag kam wieder ein pferd dazu. und so wurde nach und nach die ganze herde zu ihr gestellt.

    wenn du mit deinen alten stallbesitzern gut klargekommen bist und ihr ein gutes verhältnis hattet, dann würde ich ein kleines abschiedsgeschenk machen. allerdings liest sich dein bericht nicht so, als wäre das bei euch der fall gewesen.
     
  8. Lucy
    Offline

    Lucy Fribi Fan

    Das meiste wurde schon geschrieben...

    Bei meinem Umzug - aus dem Stall in dem sie stand als ich sie kaufte zum jetzigen - macht sie allerdings gerade eine Kolik. Ich weiss nicht woran es genau gelegen hat... Wahrscheinlich Stress... Die letzten Tag im alten Stall: Die Herde hat sie immer mehr ausgegrenzt, gebissen, getreten. 5 Tage vor Umzug, hat ich die Nase endgültig voll - ich hatte immer das Gefühl, wenn ich kam war sie richtig froh weg zu können und wenn ich sie wieder rein bringen wollte weigerte sie sich - und ich bat den Besitzer die Stute in eine Box zu stellen. 2 Tage hat sie eine feste Box, aber dann kamen Pferde vom Turnier heim und meine Stute wurde alle paar Stunden in eine neue Box gebracht mit neuen Nachbarn etc. Als ich das erfuhr und auch das es sich so schnell nicht änder würde und mir/ihr sonst nur blieb sie zurück in die Herde zu stellen, zog ich kurz entschlossen um. Wirklich kurzentschlossen. Habe am 2. letzten Tag dort gegooglt, am Tag darauf 5 Ställe besichtigt - einer war aber erst in 2 Monaten frei. Mir blieben 4 und da gab es einer der akzeptabel war (mein Wunschstall gibt es bei mir in der Umgebung nicht, bez. 1 gibt es aber der hat eine Warteliste, die so lang ist das sie niemanden mehr drauf setzten...). SB von dem Stall meiner Wahl, meinte, dass wir jederzeit einziehen können, Box sei ja leer. Am späteren Nachmittag waren wir dann dort. :D Pferdi hat schon beim Verladen etwas komisch gewirkt, aber da es nur knapp 10-15 Minuten fahr war, macht wir es. Dort angekommen, 30 Minuten später lag sind alle Anzeichen der Kolik waren da. Am nächsten Morgen war sie wieder schon fast die normale am 2. Tag habe ich sie das erste Mal in meinem Leben liegend schafen sehen (konnte mich dazusetzen), dritten Tag war sie so munter wie noch nie davor! Am Anfang schlief sie noch viel zu allen möglichen Zeiten (Senior Boxennachbarn hielt den Kopf zu ihr rüber und bewacht seine "Enkelin").
    Auch mit den "Turbulenzen" bin ich froh, dass wir gewechselt haben - und sie glaube ich auch.

    Etwas ist mir noch in den Sinn gekommen: Du schreibst im Moment hat sie keine Weiden. Im Moment geht es zwar auf den Winter zu, aber ev. musst du schauen wegen dem "Anweiden". Kommt auf dein Pferd, Grasqualität, Dauer etc. an.
     
  9. Retsina0804
    Offline

    Retsina0804 Hobbyreiter

    Danke :) für die ganzen Antworten,
    wenn ihr möchtet erzähl ich euch wie der Umzug lief
     
  10. Veri
    Offline

    Veri Reitgott

    Natürlich, das interessiert uns immer :)
     
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