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Phönix ist dann mal weg....

Dieses Thema im Forum "Training / Bodenarbeit" wurde erstellt von Phönix, 13. Juli 2015.

  1. Lucy
    Offline

    Lucy Fribi Fan

    Phönix, ich denke das sollte das guten Ziel jeder Ausbildung sein. ;)

    Anmerken möchte ich noch:
    Ein Knotenhalfter nicht gleich Knotenhalfter. Die dicken sind sehr 'harmlos' im Vergleich zu den dünnen. Ich habe ein dickes Knotenhalfter und bin sehr zu Frieden damit. Allerdings ist es bei den KH so wie bei den Gebissen: Es ist nur so scharf, wie man es einsetzt. Ich habe dir den Tipp nur gegeben, weil ich den Anschein hatte, dass du nach einem 'Mechanismus' für den Notfall suchst. Viele sagen dann 'Gebiss rein', aber ein dünnes KH ist meistens noch viel besser. Pferdefreundlicher ist es mit einem dicken KH alle mal. ;)

    P.S. Ich finde es toll, dass du ohne Gebiss reite willst. Ich möchte das bei meiner Stute. ;)
     
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  2. Phönix
    Offline

    Phönix Putzboxenschlepper

    Das hört sich ja sehr sehr schlimm an!
    Nimmst Du Dich solchen geschundenen Seelen an oder war es Zufall,das Du solch ein gequältes Tier gekauft hast?
    Ich ziehe den Hut vor Menschen,die eben nicht gleich ein Tier aufgeben,wenn es nicht"funktioniert"oder die sich besonders um solche Fä(e)lle kümmern und sie resozialisieren,um ihnen ein besseres und stressfreies Leben bieten zu können.

    Du hast da Recht,jedes Tier ist anders und der Weg mit ihm zu arbeiten-ebenfalls.
    Nur Gewalt sollte nicht der Sinn einer Erziehung/Beziehung sein.
    Wenn Du nach Pferdeart auch mal kurz Grenzen setzt,ist das ein anderes Ding,als wenn man mit Besenstil drauf losprügelt z.b.
    Man muß mit Pferden,wie auf einem Instrument spielen-manche mögen nur leise Töne oder die Stille der nonverbalen Kommunikation.

    @Lucy:Da gibt es sicherlich auch unterschiede aber die Knotenhalfter sind leider so geknüpft,das sie auf Nervenenden drücken-ob nun leichter oder härter.Wir möchten sowas nicht.Trotzdem ist es sehr lieb von Dir,das Du mir/uns den mechanischen Tipp gegeben hast.
    Es gibt bestimmt auch Pferde,die weniger sensibel reagieren,aber für Phönix wäre es nicht gut.
    Das Du mit Deiner Stute gebisslos anfangen möchtest zu reiten finde ich persönlich ganz prima und ich wünsche euch auf diesem Wege ganz viel Erfolg.Berichte doch mal über eure Fortschritte.Das würde mich sehr freuen.

    Die letzten Tage gab es mit Phönix draussen keine "Vorfälle"mehr und er lief ruhig und gelassen mit.
    Wir werden brüllende und hektische Menschen nun langsam mit in seinen "Action-Parcour"mit einbauen und ihn auf diesem Wege desensibilisieren.
    Klappt es dann auf dem Platz,werden wir das alles nach draussen verlegen,damit er nicht denkt,das daß alles ortsgebunden vorfällt.
     
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  3. Phönix
    Offline

    Phönix Putzboxenschlepper

    P.S.Armanda:Bitte sei NICHT still-wie soll man sonst eine Unterhaltung führen und Du erscheinst mir als angenehmer Gesprächspartner.Jeder lernt doch von Jedem-zu jeder Zeit :wink:
     
  4. armanda
    Offline

    armanda Reitgott

    Ganz ehrlich...ich habe mir den armen kerle zwar damals ausgesucht, hatte aber keine ahnung was ich da kaufe, sondern glaubte ich hab nen 6er im lotto. Er war abzugeben, da die reiterin ins grosse viereck wollte und er den anforderungen nicht gerecht wurde. Er war zwar siegreich in M/A aber zu mehr reichte das vermögen wohl dann doch nicht.
    Ich habe ihn öfters aufm turnier gesehen und da war er total cool...später merkte ich, dass das viereck der einzige ort war wo er sich sicher fühlte.
    Beim probereiten war er zwar etwas heiss aber okay und für einen blüter in turnierkondition nichts ungewöhnliches...Das richtige ausmaß zeigte sich dann erst daheim nach ein paar tagen...hätte man damals beim ankauf eine blutprobe gefunden-man hätte was gefunden, ich bin mir sicher.
    Er hat mich zur verzweiflung manchmal gebracht...ich war es überhaupt nicht gewohnt das ein pferd überhaupt keine regung zeigt wenn man kommt und nur weiter stur an die wand starrt.
    Ich weiss nicht ob ich ihn genommen hätte damals, wenn ich alles was ich später rausgefunden über ihn vorher gewusst hätte...
    Er war einfach nur das beste beispiel für ein hochtalentiertes pferd verheizt bis zum geht nicht mehr...
     
  5. armanda
    Offline

    armanda Reitgott

    Freut mich sehr dass ihr die letzten tage draussen schön unterwegs ohne zwischenfälle sein konntet...
    Was ich immer wieder schwer finde ist , selber nach solchen zwischenfällen beim nächsten mal wieder ruhig und vertrauensvoll die situation wieder neu auf sich zu kommen zu lassen....
     
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  6. Phönix
    Offline

    Phönix Putzboxenschlepper

    Da habt ihr aber eine ganz schön harte Zeit hinter euch.Aber ich finde gerade nach solchen Zeiten wächst man sehr eng zusammen.Allerdings klappt das nicht immer.Ich kenne auch eine Pferdebesitzerin,die wirklich alles versucht hat,aber nicht mit ihrem Pferd auf einem Nenner kam.Die zwei passten einfach nicht zusammen-auch das gibt es.Das Pferd hat neue Besitzer,die super mit ihm harmonieren und sie eine neue Stute,wo eben alles passt und jeder ist zufrieden und glücklich.

    Es ist nicht einfach,sich nach solchen Vorfällen unvoreingenommen und ruhig zu begegnen.
    Wenn ich merke,das ich heute einen schlechten Tag habe,zu nervös oder mit den Gedanken bei möglichen Zwischenfällen bin,dann trainiert mein Mann mit Phönix.
    Ich ziehe mich da bewußt dann raus.
    Letzten Sonntag kam das erste mal der Hufpfleger zu uns und wir hatten bis dato viel Hufegeben geübt.Trotzdem verbindet Phönix viele schlechte Erfahrungen mit einem Hufschmied.Der Händler berichtete uns,das Phönix mit Nasenbremse und Schläge "ruhig"gestellt wurde und das Hufeschneiden ein Drama sei!
    So machte ich mir persönlich die schlimmsten Gedanken und blieb Zuhause!
    Mein Mann war da positiv gestimmt und meinte:Phönix hat ein neues Leben und bei uns gelernt,das daß Hufegeben nicht mit Schmerzen und Druck verbunden ist-es geht gut!"Darum habe ich ihn geschickt und es lief tatsächlich völlig reibungslos-ohne Bremse und co....
    Man muß immer erst an sich selber arbeiten,bevor man mit einem Tier arbeitet.
    Das Übertragen von Stimmungen ist eines der Hauptgründe,warum Unsicherheiten und Zwischenfälle passieren.
    Merke ich,das ich meine Ängste oder Unsicherheiten nicht moderieren/wegpacken kann,so nehme ich mich konsequent aus dem Training an diesem Tag.Für mein Tier.
     
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  7. Laren
    Offline

    Laren Amateur

    Oh ja - habe glaube ich an anderer Stelle schon von einer Stallkollegin berichtet, die ihr Pferd (obwohl es vom Vorbesitzer geschoren war) absolut nicht scheren konnte. Selbst mit Sedierung bekam er einen angsteinflössenden Blick, sie sagte er zielte nach ihr und wollte sie (nach Ihren Worten !) töten. Sie gab sich wirklich Mühe, aber bei den beiden lief einiges schief... Ein paar Wochen später wurde sie weg geschickt und eine andere - fast fremde - Person hat ihn geschoren, alles problemlos.
    Du kannst dich glücklich schätzen, dass du deinen Mann als Unterstützung, bzw. "Auswechselspieler" hast. Die meisten sind wahrscheinlich auf sich allein gestellt, zumindest an den Tagen, an denen keine Reitbeteiligung kommt. Dann heißt es eben anderes Programm, Erwartungen herunter schrauben. Leider habe ich oft erlebt, dass die Pferde mit schlechter Laune aus der Box gezerrt wurden und dann den Frust abbekommen haben :motz
    Klar habe ich etwas dazu gesagt, aber mit vieeel Fingerspitzengefühl, damit es überhaupt ankommt und das Pferd nicht wegen mir noch mehr abbekommt :-(
     
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  8. armanda
    Offline

    armanda Reitgott

    Ich weiss nicht ob wir schlussendlich zusammengepasst hätten...habe ihn nach weniger wie einem jahr einschläfern lassen müssen :(
    Hatte damals gerade mit dem gedanken gespielt ihn ein jahr komplett weg in eine herde zu stellen, dass er erstmal lernt wieder dass er ein pferd ist und energie tanken kann und sozusagen als letzten versuch ihm die möglichkeit zu geben aus seinem schneckenhaus raus zu kommen...

    Meinen jetzigen habe ich bewusst mit jeder macke gekauft und wusste vom ersten tag dass es passt:):)
     
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  9. Phönix
    Offline

    Phönix Putzboxenschlepper

    @Larren:Ich bin sehr froh einen Mann zu haben,der ebenfalls mit Begeisterung bei der Sache ist.Am Stall sehe ich,das viele Frauen auf sich alleine gestellt sind,weil ihre Männer andere Interessen pflegen.
    Was Du beschrieben hast,habe ich leider auch schon oft gesehen.Pferd bekommt den ganzen Frust der ins wanken geratenen Welt seiner Besitzerinnen ab-schlimm!Dafür habe ich kein Verständnis!

    @Armanda:Das tut mir furchtbar leid!
    Darf ich fragen,warum Du Dich als letzten Schritt für eine Euthanasie des Tieres entschieden hast?Gab es wirklich keinen anderen Weg oder war er schwer erkrankt/verunfallt?
    Wenn es dazu schon ein Thema gibt,verweise mich sonst per Link dahin.
     
  10. armanda
    Offline

    armanda Reitgott

    Er hat sich damals in der halle an der longe eine fesselbeinfraktur zugezogen...wir haben ihn noch in die klinik, ich hätte ihn auch operieren lassen,aber das fesselbein war wie porzellan in über zwanzig stücke zersprungen und auch die gelenkfläche war zersprungen...da gibt es keinen anderen weg mehr...
     
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