1. Info: Zum Datenschutz sind viele Themen nur für Mitglieder sichtbar. Mach mit und lies mehr :)
  2. Hallo, schön, dass du hier bist! Wir würden uns freuen, wenn du Mitglied unserer Pferdecommunity wirst.

Bodenarbeit Jungpferd zur Vorbereitung aufs gebisslose Reiten

Dieses Thema im Forum "Training / Bodenarbeit" wurde erstellt von FjordMix2015, 12. November 2015.

  1. FjordMix2015
    Offline

    FjordMix2015 Gast

    Hallo ihr Lieben,

    welche Übungen würdet IHR mit eurem Pferd beginnen (sagen wir mal 2,5 - 3 -jährig), zur Vorbereitung auf die Ausbildung unterm Sattel/ insbesondere zur Vorbereitung auf das gewünschte gebisslose Reiten.
    Ich habe Ideen und Richtungen, würde mich aber freuen, eure Meinungen dazu zu hören.
    Liebe Grüße :)
     
  2. Jule
    Offline

    Jule Amateur

    Ich habe meiner 2,5 jährigen zur Vorbereitung auf den Sattell immer wieder eine Satteldecke aufgelegt und vor ein parr Tagen habe ci auch mal mit einem leichten Longiergurt angefangen. Auch um sie an dern Sattellgurt zu gewöhnen. Natürlich ganz vorsichtig.
     
  3. aimeeliese
    Offline

    aimeeliese ...außer Konkurrenz Moderator

    Je nach "Kopf" und auch Temperament des Jungpferdes hab ich mit Gurt und oder Decke auch schon früher angefangen, Trense so mit 2/2,5 Jahren (nur aufziehen und ein paar Haferkörner in den Trog und nach einigen Minuten ganz vorsichtig wieder ausziehen) irgendwann dann Deckengurt mit Pad und dann mit Sattel, alles immer gesteigert von nur auf-/anlegen bis mit Trense/Sattel führen. An die Longe oder den Longierzirkel gewöhnt (was am Stall eben da war), und irgendwann meist so mit 3 mal draufgesetzt und einige Tage danach auch ein paar Schritte geführt - bis sie auch allein Schritt und manchmal auch schon Trab angeboten haben - dann eigentlich wieder ab auf die Weide und nur ab und an mal was gemacht. Zum Frühjahr (4-j.) dann richtig angefangen anzureiten.
     
    CharlyWest gefällt das.
  4. armanda
    Offline

    armanda Reitgott

    Guck guck!
    Also ich würde das pferdle zumindest mal vertraut machen mit der zäumung die es später mal tragen soll. sattel bzw erstmal longiergurt mit dickem polster drunter kannst du ja auch spielerisch mit einbauen...je selbstverständlicher das nebenbei abläuft, desto einfacher fürs baby. Mit nebenbei mein ich nicht huschhusch drauf damit, sondern in gewohnte abläufe mit einfliessen lassen das keine aufregung entsteht.
    Ansonsten kannst du ab und an zb fahren vom boden üben oder auch gymnastizierende handarbeit machen, bei der es ja schon früh ganz nebenbei lernt, der zäumung nachzugeben.
    Normales longieren würde ich meiner meinung nach (mir geht es zu sehr auf die knochen, ich kann mir nicht helfen...) noch nicht machen. Dann lieber etwas in richtung longenkurs, EK, Longentraining mit dem kappzaum ...
    Viel geradeaus, wenig wendung, vorallem nicht im schleudertempo.
    Dazu noch spielparcours, ghp aufgaben etc.
    Alles immer abhängig wie entwickelt das pferdle geistig und körperlich ist.
    Meiner wirkte dreijährig fast erwachsen, hat dann aber so nen wachstumsschub bekommen und mutierte nochmal zum schiefen riesenbaby, auch im kopf, dass er nochmal auf die weide ging. Er kannte bis dato dann sattel, trense, reitergewicht...mehr nicht.

    Vieeeeel spaß dir!!! jungpferde sind so was tolles :)
     
    Angelika, CharlyWest und Seelenpferd gefällt das.
  5. Lucy
    Offline

    Lucy Fribi Fan

    Och da könnte ich dir einen Roman davon schreiben! Juna ist ja aktuell 4 und diesen Sommer habe ich sie 'ein-/angeritten'.

    Begonnen haben wir mal mit Longenkurs und EK ähnlichen Übungen. Wir haben viel mit Stellung/Biegung gemacht sei das nun auf der Volte oder Slalom oder was auch immer.
    Daneben haben wir Dinge geübt wie über Planen gehen etc.
    Irgendwann habe ich dann mal eine Frottiertuch mit auf den Platz genommen und es einfach in die Mitte auf den Platz gelegt. Pferd fand es ganz toll und ging neugierig hin, dann habe ich begonnen mit dem Tuch sie zu 'putzen', dann habe ich es auf den Rücken gelegt und habe sie dann den Slalom laufen lassen. Nächste Stunde habe ich das dann mit der Schabracke gemacht, irgendwann kam noch Longiergurt dazu...
    Dann habe ich jemanden kennengelernt, der nach den natural Horsemanship Prinzipen seine Pferde ausgebildet hat. Ich durfte viel von ihr lernen und meine Arbeit mit meiner Stute wird/wurde immer mehr davon beeinflusst und geprägt. Die Kombination finde ich ideal. Geklappt hat es super. Die typischen Situationen des anreiten hat es irgendwie nie gegeben. Zumindest nicht so wie ich sie kennen. Ich habe mich immer mal wieder auf sie drauf gesetzt in der abgesperrten Halle und sie durfte hingehen wo immer sie wollte. Irgendwann habe ich dann Kommandos gegeben zum abbiegen (kannte sie schon vom Boden) und zum antraben. Klappte als hätte sie es schon immer gemacht. Natürlich haben wir nicht alles auf einmal gemacht und immer mit langen Pausen dazwischen, aber was wir gemacht haben, hat sie vom 1. Mal weg verstanden. Sie hat einfach alles schon vom Boden aus gekannt und das sie sehr lernfreudig und neugierig war, fand sie die "neue Übung" - das Reiten - von Anfang an super.
    Ach ja, Sattel lernte sie erst nach 3 Monaten reiten kennen - es fand sich kein passender und ich bin immer mit Reitpad geritten. Sie sah sich den Sattel 1 x an und dann hat sie das nicht mehr gekümmert. Geritten wird sie gebisslos: entweder mit Knotenhalfter oder gebissloser Zäumung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. November 2015
  6. Bo
    Offline

    Bo ...bald im Olymp

    Ich hab erst Führübungen gemacht, ganz normal halt.
    Später hab ich dann mit longieren und Doppellonge weiter gemacht.
    Als das gut geklappt hat hab ich ihm das Fahren vom Boden beigebracht auf dem Reitplatz und das ganze dann auch im Gelände gemacht.
    Das war schon eine super Vorbereitung.

    Als er das konnte war das Anreiten ein Kinderspiel. Er kannte ja schon alle Hilfen für Stimme und Zügelhilfen.
    Gewicht und Bein kam dann noch hinzu aber das war einfach weil eben Bremse, Gas und Lenkung schon gut saß.

    Ich würde einem Jungpferd auch IMMER das Gebiss zeigen und es daran gewöhnen. Zumindest es im Maul zu tragen.
    Später würde ich auch die einfachen Hilfen mal über das Gebiss geben damit es das einfach kennt!
    Wenn man sanft vorgeht schadet ein Gebiss genauso wenig wie ein Gebissloser Zaum.
     
  7. Lucy
    Offline

    Lucy Fribi Fan

    Ja ans Gebiss gewöhnen würde ich auch jedes Pferd - ob und wie viel man damit reitet ist ja dann eine andere Sache. Aber das sie Dinge im Maul akzeptieren würde ich auch üben. Meine hatte noch so einen Zahn im Weg, der erst rausgenommen werden musste. (Wie heissen die nochmals? Wolfszahn oder liege ich jetzt da komplett daneben?) Der kam Ende August raus (Ende Juni haben wir mit dem Reiten begonnen). Deshalb durfte ich erst nicht mit Gebiss und direkt danach natürlich auch nicht. Gebiss hatte sie jetzt schon zwei, drei Mal spielerisch im Maul, aber geritten sind wir damit noch nicht. Wir bleiben erst ein beim Gebisslosen, wobei ich gegen ein fein eingesetztes und gut passendes Gebiss nichts habe. ;)
     
    Angelika gefällt das.
  8. henryjoecotton
    Offline

    henryjoecotton ...außer Konkurrenz Moderator

    meine hab ich als fohlen immer schon mitgenommen wenn ich mir ihrer mutter reiten ging. dadurch hat sie viel gelernt. ansonsten halt viel schrecktraining gemacht, stehen bleiben wenn ich weggehe, solche sachen. bin mit ihr spazieren gegangen. an die trense hab ich sie mit ca. zwei jahren gewöhnt. an decke und gurt schon recht früh. auch ein fohlen kann mal krank werden und in einer solchen situation sollte man nicht anfangen, ihm plötzlich eine decke und einen gurt umzutun. ein fohlen sollte beim tierarzt, beim schmied und auch im straßenverkehr händelbar sein. das sollte in meinen augen in der heutigen zeit auch bei einem jungpferd eine selbstverständlichkeit sein.

    aber alle übungen sollten immer nur ganz kurz dauern. fohlen können sich nur ein paar minuten konzentrieren. und IMMER mit einem erfolgserlebnis aufhören.

    ich hab zwei fohlen so erzogen und es sind beides sichere und gelassene pferde geworden.
     
  9. inuksuk
    Offline

    inuksuk Turnierreiter

    Hallo,
    ich gehe, wie HJC, so viel wie möglich raus, über Stock und Stein, durch Furten und die Berge rauf und runter und lasse sie viel erleben, so dass sie a) viel zu sehen bekommen (das finde ich auch total wichtig, dann kann man mit ihnen später unerschrocken alles machen) und b) sich der Bewegungsapparat bestmöglich ausbaut.

    Restarbeit/Gymnastizierung mache ich am Kappzaum (Longenarbeit, Kurz-oder Langzügel). Aber noch nicht mit 2,5-3 Jahren...ich fange deutlich später an.

    Ich bilde mein Pony (notgedrungen) auch gebisslos aus. Auch gebisslos kann man eine Art "Abkauübungen" machen und so das Pferd schonmal darauf vorbereiten, dass es sich an den Zügel herandehnen soll...das ist etwas, was mir nämlich in der gebisslosen Ausbildung oft fehlt: ganz oft stellen die Pferde ihren Kopf und Hals nur halbwegs hübsch hin, es ist aber überhaupt nicht reell und es geht (zu) wenig Spannung durch den Körper. Das ist etwas, worauf ich wirklich achten würde (das ist mit Gebiss doch etwas einfacher, finde ich, weshalb ich eher auf ein Gebiss zurückgreifen würde, würde ich merken dass mein Pferd sich damit schwer tut...wenn es keine medizinischen Gründe gibt, ist ja klar), dass sie von Beginn an in Arbeitsphasen die Körperspannung "mitnehmen" und sich nicht so durchfudeln. Für die Arbeit nehme ich ein Sidepull oder einen leichten Kappzaum.

    Viele Grüße!
     
  10. Lucy
    Offline

    Lucy Fribi Fan

    Von 2 bis 3.5 sind wir auch fast ausschliesslich durchs Gelände gelaufen. Ab 3.5 halbe ich vermehrt auf dem Platz angefangen zu arbeiten (wie oben beschrieben) und mit 4 Jahre das erste Mal drauf gesessen. Das ist jetzt alles schon gut ein halbes Jahr her. Ich reite sie so 1-2 Mal pro Woche für vielleicht 20-30 Minuten. Dementsprechend sind wir auch noch nicht extrem weit. Aber so das Grund 1x1 wie Anhalten, Abbiegen, loslaufen, antraben... geht schon. Irgendwie ist die Woche immer so schnell rum... Zwischen Spazieren und Bodenarbeit kommt das Reiten doch hin und wieder zu kurz... Wir trage eben nicht umsonst den Übernamen "Bodenturner". Juna und ich haben daran so unseren Spass. ;)
    Über Winter habe ich mir vorgenommen vermehrt auch 'von oben' zu arbeiten.
     
    inuksuk gefällt das.
Ähnliche Themen: Bodenarbeit Jungpferd
Forum Titel Datum
Training / Bodenarbeit Tipps für Bodenarbeit mit respektlosem Pony 9. Januar 2016
Bücher- und Zeitschriften-Ecke Buchempfehlung: Bodenarbeit, Schrecktraining, Stangenarbeit 6. Dezember 2012
Bücher- und Zeitschriften-Ecke Buch über Bodenarbeit/Handarbeit für Anfänger 15. November 2012
Sonstiges Bodenarbeit 11. Oktober 2012
Training / Bodenarbeit Gerte für die Bodenarbeit 16. August 2012

Diese Seite empfehlen