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Aufs Kreuz gelegt, Willkommen in der Welt der Pferde!

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Bo, 18. Juni 2016.

  1. Bo
    Offline

    Bo ...bald im Olymp

    Der Text ist schon was älter (2010) und nicht nach bearbeitet worden seit dem.
    So kam ich zu meinem Pferd... seither bin ich etwas vorsichtiger und glaube erstmal Erfahrungsgemäß nicht mehr an jahrelanges Zusammenbleiben in Punkto Pferdemenschen!
    ***

    Eigentlich wollte ich gar kein Pferd, aber manche Leute haben gute Mittel und Wege einem die Optionen so darzulegen, dass man gar nicht anders kann.
    Mein erstes Pferd kaufte ich im Sommer 2007 im Alter von drei Tagen für satte 3.000€.
    Ein kleiner Fuchshengst, der wohl nichts besonderes werden sollte und wird.

    Die Masche war einfach und simpel, die Leute ran holen, wenn die Pferde noch klein und niedlich sind, ggf. bei der Geburt dabei sein lassen und schon ist es um einen geschehen.
    Mein zweites Pferd kaufte ich als vermutlich unfruchtbar für 5.000€, nur wenige Monate später.
    Meine Reitbeteiligung, die ich ab dem Kauf des Fohlens jeden Tag für mich hatte und die nun auf einmal, als man merkte wie gut wir klar kamen, verkauft werden musste.
    Natürlich hatte ich netterweise das Vorkaufsrecht und da ich nicht wollte, dass die Stute(damals 11 Jahre alt, nicht gut geritten) irgendwo landete, nahm ich auch sie.

    Weiterhin war der Kontakt gut, man wusste, dass ich etwas Geld geerbt hatte und war nett! Schließlich hatte man sich schon einmal 2.000€ für einen Pferdeanhänger geliehen und mit der Stute verrechnen können, wieso also nicht einige Monate später versuchen, erneut Geld zu leihen.
    Diesmal wollte man sich wohl nicht mit Kleingeld abgeben und lieh sich von mir, die dachte die Pferde würden alle ihr gehören, stattliche 6.000€ für ein Pferd, welches man bei einer befreundeten Züchterin kaufen wollte.

    Gesagt, getan! In gutem Glauben fuhr ich zur Bank, hob mein geerbtes Geld ab und wir setzen einen Vertrag mit Ratenzahlung bis 2010 auf.
    Die erste Rate Anfang 2009 (2.000€), die zweite Anfang 2010 (4.000€) und schließlich im Sommer 2010 noch einmal 700€ Gesamtzinsen.

    Sommer 2008 stand mein Junghengst immer noch bei ihr und sah, um es nett auszudrücken, erschreckend aus. Sie sagte immer das wäre normal, die sähen halt so aus die Araber...
    [​IMG]
    Um dem entgegen zu wirken, nahm ich ihn mit in den Stall in dem ich inzwischen die Stute untergebracht hatte aber nur für wenige Monate, denn dann stand der Umzug in die Landeshauptstadt an, zwecks Ausbildungsbeginn auf dem Plan.
    Bis zu diesem Tag hatte ich übrigens auch weiterhin 150€ Stallmiete jeden Monat bezahlt.

    Im Herbst 2008 war Bo wieder soweit aufgefüttert, dass wir uns noch einmal zusammen setzten und alles besprachen. Ich brachte Bo zurück, unter der Bedingung, dass er anständig gefüttert würde und bot ihr an, die 1. Rate von 2.000€ über die Stallmiete zu verrechnen.
    Das passte ihr gut in den Kram und wir wurden uns einig.


    Die Monate vergingen und erst sah auch alles gut aus.
    Zum Frühjahr hin verletzte sich Bo jedoch am Bein und man wollte die Tierarztkosten (ohne Rechnung) von mir erstattet haben.
    Kurze Zeit später hatte er eine schlimme Kolik und musste für einige Tage in die Tierklinik. Auch hierfür bezahlte ich selber.
    Danach ging es rapide bergab. Er magerte weiter ab und ich bat und bettelte immer wieder man möge mehr füttern.
    Im Übrigen nahm nicht nur er ab sondern die gesamte Belegschaft... die anderen Junghengste auf der Weide sahen teils noch schlimmer aus als meiner und von den Stuten (die zum größten Teil tragend waren) mal ganz zu schweigen.
    Es hieß man fütterte 2x täglich dies und das und das wäre genug, die würden halt so viel spielen.
    Auf meine Bitte doch einfach einen Rundballen auf die Weide zu stellen kam ein unfassbares „Weißt du was das kostet?!“ und ich war erst mal sprachlos.
    Natürlich, 150€ Miete im Monat, da ist kein Rundballen für die inzwischen auf 2! Pferde dezimierte Herde im Monat da!
    [​IMG]
    Ich entschloss mich, mein Pferd zu holen. Ich ließ ihn kastrieren, wartete noch ein paar Wochen und holte ihn ab.

    Bleibt wohl noch zu erwähnen, dass der eigene Hengst der guten Frau seit 2007 nicht mehr im eigenen Stall untergebracht wurde sondern in Pensionsställen mit Halle und dass ab da Beritt und mehrmals wöchentlich Unterricht an der Tagesordnung waren.
    2010 habe ich den Hengst auf einer Zuchtveranstaltung für arabische Pferde unter seinem Bereiter gesehen, allerdings inzwischen unter anderem Besitzernamen...

    Ich holte also mein Pferd ab und fing langsam an, mir Sorgen um mein Geld zu machen.
    Als Bo im Herbst einen schweren Unfall hatte und in die Tierklinik musste bat ich sie mehrfach telefonisch und auch per Email und Skype mir schon vorab etwas Geld zu überweisen, da ich nicht wusste wo ich auf einmal die 2500€ Klinikkosten herzaubern sollte die ich vorstrecken musste bis die Versicherung des anderen Pferdes griff.

    Man versprach mir zu schauen was sich machen ließe und man würde etwas überweisen... es kam nichts!

    Ende des Jahres wurde ich dann etwas massiver und deutete ihr an, sie habe ja nun genug Zeit gehabt und in der Zeit auch einige Fohlen verkauft, ich wollte mein Geld bitte pünktlich.
    Man redete sich heraus, man habe ja nichts und sie würde bezahlen sobald sie könne.
    Als ich darauf zu sprechen kam, dass ich nur ungern den Hengst pfänden lassen würde, teilte sie mir mit, der und alle anderen Pferde ebenfalls, würde ihr eh schon gar nicht mehr gehören, sondern auf die Schwiegermutter laufen.

    Als zweifache Mutter und Hausfrau, deren Mann arbeiten geht, hatte sie auch kein Einkommen, auf das ich Anspruch hätte erheben können.

    Es ging also hin und her und ich schrieb und bettelte, drohte schließlich mit einem gerichtlichen Mahnverfahren und erhielt tatsächlich, erst 1.500€ im Januar, und weitere 500€ im März.

    Als ich fragte wann denn die restlichen 2.000€ kämen, und dass ich gerne wenigstens kleinere Monatsraten hätte wenn sie keine großen bezahlen könnte kam ein schlichtes: „ich zahle es dir zurück, wenn ich es hab!“.
    Meiner eingeschalteten Bekannten gegenüber, die mich daraufhin beriet in punkto Anmahnungen und Mahnbescheide, erwähnte sie in einem Telefonat, ich sollte mich mal nicht so anstellen, schließlich hätte ich ja genug Geld.
    Selbst wenn ich Millionärin wäre, wäre das kein Grund mich zu belügen und betrügen, mir vorzugaukeln man hätte noch eigene Pferde und sich Geld zu ergaunern. Von den völlig überzogenen Preisen und dem Zustand meines Pferdes in ihrer Obhut ganz zu Schweigen!

    Nach der Mitteilung man würde das Geld zahlen wenn man es hätte, ging ich ins Internet, meldete mich bei einem Inkassounternehmen an und erteilte den Auftrag ein Mahnverfahren einzuleiten.
    Hierbei habe ich sowohl über die 2.000€, als auch die 700€ einen Vollstreckungsbescheid zugesprochen bekommen.

    Nur leider nützt es wohl nichts, denn heute erhielt ich eine Email vom Inkassounternehmen, die Schuldnerin habe leider am 12.01.2009 die eidesstattliche Versicherung abgegeben und man könne ihr nun höchstens den Gerichtsvollzieher auf den Hals hetzen (den ich erst einmal bezahlen muss) und es sei fraglich ob da etwas bei herumkommt.

    Traurig aber wahr, das Geld ist weg?
    Aber man verkauft weiterhin Fohlen, hat den Stall voller Pferde (die auf den Namen der Schwiegermutter laufen), hat wohl auch noch den Pferdeanhänger auf dem Hof stehen und lacht sich vermutlich schlapp, dass man zum wiederholten Male jemanden aufs Kreuz gelegt hat, der vor lauter Fohlenplüsch die rosarote Brille nicht abnehmen konnte.

    Traurig auch, dass ich für meinen Lebensunterhalt jeden Tag 8 Stunden arbeiten gehe und jemand anders sich einfach weigert Arbeit zu suchen und seine Schulden ab zu bezahlen.
    Dass so jemand weiterhin auf Zuchtschauen fährt und seine Pferde vermarktet, verpachtet oder Decksprünge bei Ebay verscherbelt.

    Dass so jemand, immer wieder Leute wie mich finden wird, die er ausnehmen, ausnutzen und betrügen kann.
     
  2. Sparx
    Offline

    Sparx Pferdeflüsterer

    Und was lernt man daraus? Bei Geld hört die Freundschaft auf. Der Satz ist wirklich wahr. Genauso wie: Vertraue niemanden außer dir selbst.
    Wir rennen dem Geld von unserem Welpen immer noch hinterher. Aber aus solchen Dingen lernt man. Wir geben nichts mehr raus was nicht voll bezahlt ist.
     
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  3. Tiger
    Offline

    Tiger ...außer Konkurrenz

    traurig
     
  4. Angelika
    Offline

    Angelika Pferdeflüsterer

    Was hat der arme Bo für eine traurige Vergangenheit.
    Solche Leute wie diese Stallbesi dürfen einfach keine Pferde haben geschweige denn welche in Pension aufnehmen.
    Ja und bei Geld hört die Freundschaft auf.
     
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  5. Lucy
    Offline

    Lucy Fribi Fan

    Das kann ich bestätigen... Habe auch so eine üble Geschichte hinter mir.
    Ich habe den Sommer über meine Kleine damals gepflegt und dann hiess es, dass sie verkauft werden würde. Sie könnten es sich über den Winter finanziell nicht leisten, alle Schutz-Pferde einstallen und da meine Kleine und ein anderes 5 jähriges Pferd eh über kurz oder lang verkauft werden, würden sie die nun noch verkaufen. Über den Sommer auf der Weide wäre der Unterschied zwei mehr ja nicht so teuer gewesen, aber im Winter... Ein weitere Platz für ein Gnadepferd sei nicht mehr frei, die restlichen Plätze müssen Pensionsplätze bleiben, denn von irgendwas müssen die Gnadepferde auch finanziert werden. Ich hatte in den vergangenen Sommern schon mehrfach mitgeholfen, halb verhungerte oder misshandelte Pferde aus schlechter Haltung aufzupäppeln und bei fast allen war ich dabei, wenn sie zu einem neuen Besitzer gingen (mit Ausnahme der alten Pferde, die durften dort bleiben). Bei nicht nur einem habe ich beim Verabschieden etwas geweint, denn schliesslich hatte ich meistens viel Zeit mit den Tieren verbracht, aber meine Kleine zu jemand fremden?! Mein Herz sagte klar: NEIN. Nach langem hin und her, habe ich mich durchgerungen, einmal zu fragen, ob es überhaupt möglich wäre, dass ich die Kleine übernehmen würde und wie viel es kosten würde, wenn sie weiterhin dort bleiben würde (Pensionsplätze hatten sie ja welche frei). Es hiess, dass ich genau auch die Schutzgebühr bezahlen müsse (die zwar eher hoch, aber doch noch einigermassen angemessen) und da ich in den Ferien ja eh viel Helfen würde und teilweise auch am Wochenende, ich bloss die Futterkosten bezahlen müsse (wobei der Preis für die Futterkosten doch recht hoch war), aber nichts für ihre Arbeit und den Stallplatz. Anfangs war es noch okay, da ich in den Herbstferien eh täglich da war und dann mit der Zeit wollte ich auch mal kommen, wenn ich nur 2 Stunden zeit hatte für meine Kleine und nicht danach noch helfen konnte. Meistens half ich so einen halben Tag bis einen ganzen Tag die Woche. Meine kleine vertrug sich nicht in der neuen Jungpferdegruppe und sie wurde "gemobbt". Nach betteln durfte ich sie zu den Zuchtstuten in die Gruppe stellen, doch da war es nicht besser... Fast noch schlimmer, Ta musste zwei Mal kommen und nähen, weil sie so eine grosse Wunde hatte und beim Putzen schlief sie jeweils ein, weil sie endlich schlafen konnte. Also holte ich sie da auch wieder raus, obwohl mir gesagt wurde "das ist am Anfang immer so". Nein, beim zweiten TA Termin, deutete der TA an, dass ich sie aus der Gruppe nehmen solle. Also ging ich zu der Besitzerin und sagte, ob mein Pony nicht in eine Box könne und nur tagsüber auf die Weide mit den Jungpferden. Hofbesitzerin war einverstanden, alles wieder gut. Pony konnte über Nacht schlafen und tagesüber auf der Weide hielt sie sich einfach da auf, wo die andern nicht waren und alles war relativ stressfrei. Doch dann kam ein neuer Interessent für eine Boxe für sein Pferd kam (es waren alle 6 Pensions-Boxen vermietet, die andern 6 Boxen waren durch ihre Reitpferde besetzt und die 3 Gruppenställe waren für die Gnadenpferde, die Jungpferde und die Zuchtstuten), hiess es, meine Kleine müsse zurück in die Jungpferdeherde - oder dann müsse ich den vollen Pensionspreis zahlen, schliesslich hätte sie jetzt eine eigene Boxe. Und auch in der Herde müsse sie mehr haben oder ich müsse wirklich viel mehr helfen kommen, so wie am Anfang. Ja da hatte ich Ferien und jeden Tag dort verbracht... War ja klar, dass ich irgendwann wieder zur Schule muss?! Und ich war schon mehrere Jahre lang in den Ferien jeweils ein paar Tage/Wochen immer dort und während der Schulzeit nur 1 Tag am Wochenende. Das ich jetzt mit meiner Kleinen, vielleicht so 4-7 pro Woche auftauche, aber auch weiterhin nur an einem Tag der Woche Zeit habe zum Helfen war doch logisch, oder? Das war jahrelang so, dass ich während der Schulzeit nur max. einen Tag helfen kam und ursprünglich meinte sie ja auch "Wenn du alles selber machen würdest, müsstest du ja 14 x pro Woche Misten/Bollen sammeln/Füttern/Pferde raus oder rein bringen. Für mich ist es okay, wenn du einfach pro Woche um 14 Stallplätze/Box kümmerst, dass kann entweder nur dein Pferd sein oder an einem Morgen oder Abend 14 und der Rest der Woche nichts. Für Futter, Heu und Stroh brauchen wir aber noch einen kleinen Betrag" (im Nachhinein, war der Betrag zu hoch, aber man lernt ja aus Fehlern...). Aber zurück, mir wurde gesagt, dass meine Stute zurück in die Herde müsse und ich mehr helfen oder ich die Boxe behalten könne, wenn ich den gesamten Pensionspreis bezahlen würde. Wie viel die andern Einstaller dort bezahlten, weiss ich nicht genau. Aber vermutlich nicht diesen hohen Preis den sie mir nannte. Das waren alles Pferde die nicht mehr geritten wurden und nur noch auf die Weide gingen. Die Besitzer der 5 Pferde sah ich wirklich äusserst selten!
    Ende des Liedes, ich ging völlig traurig nach Hause, weil ich glaubte, meine Kleine wieder verkaufen zu müssen. Die Futterkosten sowie Hufschmied konnte ich gerade noch so bezahlen von meinem Taschengeld sowie meinem kleinen Nebenjob neben der Schule (TA wird von meinen Eltern übernommen, das war abgemacht) - doch mehr für den Stall bezahlen das ging nicht und sie zurück in die Herde, dass konnte ich ihr nicht antun und zudem noch mehr helfen lag mit dem Gymnasium auch nicht drin, denn schliesslich war durch meine Kleine meine Freizeit schon beachtlich geschrumpft. Meine Eltern - respektive meine Mutter und ihr Freund - gingen dann auf den Hof und sprachen mit der Frau. Obwohl sie bei der ursprünglichen Abmachung auch dabei waren, erzählte die Besitzerin dort, dass das anders abgemacht war und so weiter... Dass mit dem Misten wäre schon so gewesen und das Futter, aber schliesslich brauche sie auch noch etwas für den Stallplatz/die Boxe und die Benützung der Weide. Meine Eltern fragten dann, wie viel dann sie bezahlen müssten für eine Box, wenn ich gar nicht mehr Helfen würde, da sie genau wussten, dass ich nicht wollte das meine Kleine zurück zu den Jungpferden oder den Zuchtstuten musste. Der Stall war nicht optimal gebaut (nur eine Tür, nur ein Wasserbecken, nur ein Heuort, viel zu wenig Platz...) und dazu noch nicht harmonische Herde, machten das ummöglich. Der Preis, der die Frau meinen Eltern nannte, war derart hoch und überrissen, dass wir meine Kleine günstiger, näher und in einer viel grösseren und helleren Boxe unterbringen konnten auf einem Hof mit Reitplatz, RoundPen... (Hatte der Freund meiner Mutter am Tag zuvor abgeklärt und da war auch noch eine Box frei) So zog meine Kleine dann nicht einmal 24 h später um. Meine Eltern bezahlten mir von da an die Hälfte an den Stall und so muss ich kaum mehr bezahlen als zuvor und muss gar nichts mehr Helfen, da es nur VP gab in dem Stall. Klar gab es in diesem Stall gewisse Dinge, die man verbessern hätte können, aber im Ganzen gesehen war er super und wenn nicht der Hofbetreiber ausgewandert wäre und der neue Betreiber die Boxen für seine eigenen Pferde brauchte und keine Einstaller mehr wollte (waren auch nur 10 Boxen), wären wir auch heute noch dort.

    Auch bei mir hatte also die jahrelange Freundschaft beim Geld aufgehört... Wirklich viele (Sommer)Ferien habe ich auf dem Hof verbracht zusammen mit der Frau und ihrer Tochter, die nur etwas älter war als ich. Ich kann mich an jede Menge schöne Stunden erinnern, aber am Ende war Preis/Leistung einfach so, dass es nur noch ausnutzen war. Ich denke sie sagte so einen hohen Preis, da sie wusste, dass meine Mutter nicht sehr viel verdiente und sie sich so hoffte, dass sie mich als "billige Arbeitskraft" gewinnen konnte, da wir keine andere Wahl haben. Tja, doof nur, dass der Freund meiner Mutter, mehr verdient und sie das nicht wusste...! (Und ich das Glück habe, dass er mich als "seine" Tochter ansieht und breit ist, mich bei meinem Hobby finanziell zu unterstützen. Da ich aber schon auf den Hof ging zum Reiten/Helfen, als meine Mutter ihn nicht kannte, wusste sie nicht, dass sich unsere finanzielle Lage verbessert hatte... Ich kam damals und fragte, ob ich gegen Helfen reiten dürfe, da meine Mutter kein Geld hätte für Reitstunden für mich.) Als wir dann auszogen meinte die Frau zu mir "vielleicht haben wir ja in einem halben Jahr wieder mehr Platz und dann kann ich dir eine Box geben für weniger Geld und mit weniger Helfen." Für mich war es aber klar, dass dieser Auszug endgültig war und ich so schön die (Sommer)Ferien mit all den Pferden um mich waren, ich auch dann nicht mehr kommen würde... Unser einziger Kontakt ist noch das "Frohe Weihnachts" und "Geburtstags"-SMS.
    Als mir dann - als ich aus dem 2. Stall raus musste, wegen dem Betreiberwechsel - der Besitzer meiner RB anbot, in die frei Box im Stall zu kommen, wo seine Pferde stehen. (ein kleiner Stall, wo seine WBs - eines ist meine RB - stehen sowie der Senior des Herren dem Stall und Boden gehört), sagte ich, nur wenn wir einen Vertrag machen können - das haben wir nun: Er wurde von mir/meinen Eltern, sowie dem Besitzer meiner RB als "Pfleger" meiner Kleinen und dem Herrn, dem Stall und Land gehört, aber nicht mistet und so weiter unterzeichnet. Da steht jetzt klar drin, wie viel wir zahlen müssen, wie gross die Reduktion ist, wenn ich einen Stalldienst übernehme, was alles im Preis drin ist, was nicht, wie lange die Kündigungsfrist ist und so weiter.

    Ich würde das alles nochmals durchmachen, wenn ich dafür meine Kleine bekommen würde, aber ich wünsche es keinem und kann nur jedem ans Herz legen, dass ihr -mit wie dicken Freunden auch immer - einen Vertrag macht, sobald es ums Geld geht...!
    (Und auch wenn ich auf mein Herz gehört habe, als ich meine Kleine kaufte, sollte man beim Pferdekauf auch immer noch die rationale Seite zumindest einschalten - ob man dann auf sie hört, ist dann wohl etwas anderes und jedem selbst überlassen...)
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juni 2016
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  6. aimeeliese
    Offline

    aimeeliese ...außer Konkurrenz Moderator

    Tja ... ich kenn sowas auch .... ich habe zig Euro's in den Wind geschrieben, weil einige Pferdebesitzer ihre Zossen in einer Nacht- und Nebelaktion abholen (waren natürlich eh schon im Rückstand). Und keines meiner Einstaller-Pferde war zu dünn - abgesehen von den Fohlen kurzfristig ab und an im Wachstum, aber das ist normal. Sie wachsen halt mehr oder minder in Schüben - und die kann man nicht voraus sehen ...

    Hab Pferde an Freunde verkauft mit Ratenzahlung - und bekam wunderschöne Urlaubsfotos auf Facebook - aber mein Geld erst mit Verzögerung (und nicht wie vereinbart in festen Raten).

    Ich verkaufe mein Auto an Bekannte von Bekannten und es wird unterschlagen (bis auf etwa 1/3 als Anzahlung noch kein Geld gesehen) ...

    Ich zahl immer alles - vielleicht nicht ganz pünktlich aber immer alles, was aussteht. Und ich rede mit den Leuten, bei denen ich was offen habe und schweig es nicht tod und verkrümmel mich...

    Manchmal frage ich mich, ob ich zu doof bin oder die zu kriminell ...
     
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