1. Info: Zum Datenschutz sind viele Themen nur für Mitglieder sichtbar. Mach mit und lies mehr :)
  2. Hallo, schön, dass du hier bist! Wir würden uns freuen, wenn du Mitglied unserer Pferdecommunity wirst.

Arthrose

Dieses Thema im Forum "Medizin" wurde erstellt von FjordMix2015, 3. November 2015.

  1. FjordMix2015
    Offline

    FjordMix2015 Gast

    @Angelika: Danke dir. Ja, das mit dem Ingwer ist ein guter und wichtiger Hinweis. Hatte ja meine Bedenken geäußert. Hätte auch sicherheitshalber nochmal den TA gefragt.
    Du nervst nicht, ich bin dankbar für Tipps, Hinweise und Erfahrungen. Dafür sind wir ja alle hier :)

    @armanda: Recht hast du. Leider. Aber ich muss sagen, der Offenstall den ich gefunden habe, der ist einfach prima. Kleine, nette Herde, (die nehmen nur robuste, breitere Rassen auf, damit es keine Unstimmigkeiten beim Füttern gibt. Nicht dass der eine viiiel mehr benötigt als der andere...), drei große Koppeln, die gewechselt werden, Raufutter zur freien Verfügung, ein Paddock mit viel Platz, zwei Offenställe mit Gummimatten ausgelegt, mit Windschutzvorhängen aus Plastik. Mein Dicker hat (wie sollte es auch anders sein ;-)) als die Entzündung im Bein das erste Mal auftrat, mit seinen 17 Jahren auch noch das erste Mal ein Sommerekzem bekommen, bzw. es ist das erste Mal ausgebrochen. Macht ja auch Sinn, Entzündungen,...so schnell kanns gehen. Und unsere Koppeln liegen zwischen Häusern, sodass die Pferde immer unter Beobachtung sind, und die Mücken aber sehr gering sind.
    Also man könnte meinen nahezu perfekt und dicht dran an der Natur. Und ich sage euch, das alles für 120,- im Monat! Und dafür muss ich nichts machen, außer einmal in der Woche den Stall und das Paddock abäppeln (Koppeln werden abgezogen) und die Raufen voll machen - dauert ca. 1 Std wenns hoch kommt. Im Sommer sind das zehn Minuten.
    Das mal als ein positiver Bericht, wie es auch laufen kann. Dafür, dass ich aus einem Stall komme, in dem ich für Halbpension 280,- bezahlt habe...
    Und wohin mit dem neu erlangten Reichtum? Mein Dicker wusste da was: Medikamente, Gamaschen, Hufeisen,... :)
     
  2. Angelika
    Offline

    Angelika Pferdeflüsterer

    Das klingt wirklich toll bei euch im Stall.Wechselt ihr euch da jeden Tag mit der Arbeit ab ? der Preis ist der Hammer , da würde ich auch einen Tag Äpfel auflesen.
    Und das mit dem eingesparten Geld kenne ich auch...unsere fellnasen wissen schon wie die Kohle unter die Leute zu bringen ist :shock:
     
  3. FjordMix2015
    Offline

    FjordMix2015 Gast

    Ja, wir sind 7 Leute (oder mehr, höchstens jedoch 10) und so hat jeder einen "Stalltag". An dem Tag äppelt man eben Stall und Paddock ab, was im Sommer wie gesagt zehn Minuten sind, wenn überhaupt, weil die Dickies ja auf der Koppel statt im Offenstall sein wollen), im Winter höchstens ne Stunde. Inkl. Raufen befüllen mit Stroh und Heu. Und an seinen Tagen guckt halt jeder nach allen Pferden. Wasser auffüllen oder so muss man nicht, da die Tränken beheizt sind.
    Einmal im Monat treffen wir uns alle zur Gemeinschaftsarbeit und grillen. Zäune kontrollieren, groß Reinemachen. Dafür sind dann an einem Sa 2 Std eingeplant.
     
  4. armanda
    Offline

    armanda Reitgott

    Da kann ich echt nur sagen-BENEIDENSWERT!!!! :):):) Toll, dass du es so schön getroffen hast!!!
     
  5. GilianCo
    Offline

    GilianCo ...außer Konkurrenz

    Was genau, weil Du sagst, es raten alle dazu, spricht denn bei Arthrose FÜR die Eisen?

    Das soll nicht polemisch wirken oder so, sondern interessiert mich wirklich. Ich habe bis jetzt nämlich deutlich bessere Erfahrungen ohne Eisen gemacht, tatsächlich in allen Fällen, daher hake ich einfach nach, weil es mich interessiert.

    Stellung kann nicht ausschlaggebend sein, die kann man ohne Eisen nämlich deutlich besser konstant halten. Mit Eisen stellt die Stellung häufiger eher ein Problem dar, weil sie sich im Laufe der Beschlagsperiode verändert, was dann wieder die Gelenke belastet. (Abrieb im hinteren Teil des Hufes noch vorhanden, im vorderen ausgeschaltet, führt dazu, das der Huf im Laufe der Beschlagsperiode hinten flacher wird, in einigen Fällen dann auch noch das Eisen quasi nach vorne rausschiebt, was den Effekt dann noch verstärkt).
    Erschütterungen fallen auch flach, die verschlechtert man mit Eisen, weil die Erschütterungen sich verstärken.

    FÜR die Eisen spricht Untergrund (der scheint bei Euch nicht einfach zu sein, aber auch hier stellt ich mir eben die Frage, wenn der Untergrund so suboptimal ist, und das Pferd viel darauf läuft, dadurch aber dann mit den Eisen deutlich mehr Belastung für die Gelenke aus dem Boden resultiert), genauer eine Verringerung des Abrieb des vorderen Hufbereiches. Desweiteren ein Ausschalten einer empfindlichen Sohle (die ist dann immer noch vorhanden, meist wird es durch den Beschlag eher schlimmer, aber das kommt, wenn Eisen drauf sind, nicht zum tragen, daher klappt es mit Eisen dann meist besser), die allerdings weniger mit der Arthrose zu tun haben wird als eben damit, das das Pferd ggf. entweder eh schon empfindlich ist, oder aber schon länger Eisen trägt, und dann eine Umstellung nicht einfach so zu bewältigen wäre. Ein Pferd mit Eisen merkt den Untergrund weniger deutlich, und daher läuft es eben gern besser, als ohne Eisen. Das hat allerdings nicht zwingend etwas mit Arthrose zu tun, das ist ein Phänomen, was sich auch bei gesunden Pferden gut beobachten läßt.

    Das rutschen ist etwas, was Pferde mit Eisen irgendwann lernen. Nimmt man einem länger beschlagenen Pferd die Eisen ab, sind die häufig erst mal damit beschäftigt, herauszufinden, wie man sich "normal" bewegt, weil Pferde mit Eisen sich häufig das Rutschen der Eisen auf bestimmten Untergründen zu Nutze machen. Ein beschlagenes Pferd schiebt gern mal die Hufe über den Boden, weil das mit Eisen eben gut geht.
     
  6. FjordMix2015
    Offline

    FjordMix2015 Gast

    Hallo GilianCo, also ich bin kein TA und kein Schmied. Wenn ich Ansagen vom TA und vom Schmied bekomme, dann überlege ich für mich, ob ich das nachvollziehen kann, ob es Sinn macht für mich was sie sagen. In diesem Fall wurde mir gesagt, dass das Übergewicht des Pferdes (durch die Länge und die "Rassenschwere") dazu führt, dass die Sohle des Hufs zu stark auf den Boden drückt, was dazu führt, dass dieser überbelastet ist.
    Als die Diagnose mit der Arthrose kam, wurde mir außerdem gesagt, dass ich das Pferd bewegen muss ohne Ende (Schritt und wenn es geht Trab). Da wir rundherum viel Asphalt haben, der seine Hufe immer sehr stark abgenutzt hat, und die dann oft eingerissen waren, wurden die Eisen empfohlen. Außerdem sollte damit der Druck verteilt werden und das Gelenk entlastet werden. Ich gebe das jetzt in meinen Worten wieder. Für mich waren die Aussagen des TA und des Schmiedes (die unabhängig voneinander das gleiche gesagt haben) nachvollziehbar. Außerdem hatte ich einen anderen Schmied sowie einen anderen TA da, aufgrund der Schwere der Diagnose holte ich mir eine zweite Meinung ein. Auch diese beiden haben unabhängig von sich und auch unabhängig von den anderen beiden, von 4 Eisen geredet, aus den o.a. Gründen. Ich probierte es aus und das Ergebnis war, dass die Hufe nicht mehr einrissen logischerweise, und dass das Pferd auf den Straßen viel besser vorwärts ging, außerdem stellte sich die Lahmheit deutlich ein.

    Ich denke, dass jedes Pferd, jede Situation ein Einzelfall ist. Mein Pferd war immer barfuß unterwegs, das war auch immer gut, außer dass er halt immer brüchige Hufe hatte, aber es war nie so, dass es ihm groß geschadet hat. Und mein Schmied war auch immer für das barfuß gehen. Ich denke, dass man sich nicht anmaßen darf (soll kein Vorwurf sein), eine Diagnose von 4 (!) Fachleuten in Frage zu stellen, die unabhängig voneinander das gleiche sagen. (Was ja selten genug vorkommt. Oftmals fragt man 10 Leute und hat 30 Meinungen.) Ich bin jedenfalls kein TA und kein Schmied und kann nur beurteilen, was ich sehe. Und das spricht mehr als eindeutig FÜR Eisen. Natürlich leben Pferde in Natur ohne Eisen aber in der Natur laufen die eben auch nicht auf der Straße und auch ansonsten kann man das nicht alles 1:1 übertragen.

    Ich könnte mir auch Schöneres vorstellen für das Geld. Keine Frage. Aber wer bin ich denn, wenn ich den Rat von 4 Fachleuten ignoriere weil ich barfuß Pferde natürlicher finde. Wenn ihm die Eisen helfen, ihm in seinem konkreten Fall, dann soll er sie haben. Ich glaube, und das ist nur meine ganz persönliche Meinung aus den Erfahrungen die ich jetzt mache, dass die Eisen ihm gut tun. Ob Eisen für alle Arthrose Pferde etwas ist, kann und will ich nicht beurteilen.
    Hier soll man seine Erfahrungen teilen und sich Rat holen. Ich denke nur, wenn 4 Fachleute sich einig sind und die Besitzerin von äußert positiven Erfahrungen mit dieser Empfehlung macht, warum soll man sich dann noch so dran aufreißen an diesem Thema Eisen? Ich mache dir keinen Vorwurf, im Gegenteil. Ich finde es gut dass auch du deine Argumente und deine Sichtweise aussprichst.

    Das Rutschen macht er garantiert unabsichtlich, er legt sich dabei ja fast samt Rückwärtsrolle auf den Rücken. Ist aber bisher auch nicht mehr vorgekommen, weil wir als Stallgemeinschaft an den betroffenen Stellen Kies verarbeitet haben. Dass ein Pferd nach langer Hufeisen-Zeit erst einmal unsicher läuft, ist ja klar. Aber das spielt sich ja schnell ein.
    Wenn man sich die langen Nägel plötzlich ganz doll kürzt, ist es auch ein blödes, ungewohntes Gefühl.

    Also, Schlusswort sozusagen ;-)
    Eisen sind in seinem Einzelfall eine gute Sache. Das ist das, was ich aus meiner Erfahrung mit dieser Situation berichten kann. Eine Patentlösung mag das nicht sein. Aber es ist das, was ich hier berichten möchte. UNS helfen die Eisen sehr. LG und danke
     
  7. Pebbles
    Offline

    Pebbles Turnierreiter

    Ich kann allen Arthrosepatienten- ob Pferd, Mensch, Meerschweinchen, was auch immer- neben Bewegung auch Mobility HCC von Derbymed empfehlen.
    Leider sparen die meisten Leute am falschen Ende und schrecken vor dem zunächst relativ teuer erscheinenden Preis zurück...
    Für viele Pferde, die ich kenne, war es das letzte Mittel vorm Exitus, weil alles andere nicht mehr wirkte und die Pferde hochgradig lahmten.
     
  8. armanda
    Offline

    armanda Reitgott

    @pepples
    Vielen dank...ich behalte es für mich mal auf dem schirm und habs ner freundin mit ner sehr lahmen stute weitergegeben!!
     
  9. FjordMix2015
    Offline

    FjordMix2015 Gast

    Danke Pepples! Ich werde mich dazu gerne mal informieren.
     
  10. Sparx
    Offline

    Sparx Pferdeflüsterer

    Ich hol den Threat mal wieder hoch.
    Meine Chayenne hat so langsam mit Arthrose zu kämpfen. Sie hat Probleme ihre Hinterbeine zu haben und nach längerem Aufhalten kann sie den Huf erstmal nicht richtig aufsetzen. Sie bekommt jetzt Ingwer und MSM bekommt sie seit 7 Jahren als Dauergabe. Was kann ich noch tun? Irgendwelche Kräuter? Ich hab jetzt mal auf www.krauterie.de geschaut. Hilft das was? Hat das jemand schon mal probiert? Eingedeckt ist sie natürlihc über den Winter je nach Wetterlage bis zu 300 Gramm, damit die alte Dame nicht friert^^
     
Ähnliche Themen: Arthrose
Forum Titel Datum
Medizin Salbe bei Arthrose 24. April 2016
Medizin Interessante Seite für Huster,nervöse oder Arthrose Pferde 30. Dezember 2015
Medizin Hüfthöckerfraktur, Arthrose und weitere Baustellen 14. Januar 2015
Reiten Arthrose in der Hüfte- reiten.... Ist wer betroffen? 15. März 2014
Medizin Vermutlich beginnende Arthrose in der Schulter 9. März 2014

Diese Seite empfehlen